Annette, 47 Jahre

Spanisch lernen á la carte: Die Lehrenden der Academia Andaluza in Conil verfügen über den siebten Sinn, die Lernenden dort abzuholen, wo mit viel Lersnspaß ein optimales Lernziel erreicht werden kann.
Spanisch lernen in der Academia Andaluza hat nichts mit Stress zu tun, sonder mit einem optimalen Mix aus intensiver Sprachschulung und jeder Menge Spaß.
Im Jahr 2001 besuchte ich zum ersten Mal einen Sprachkurs an der Academia Andaluza in Conil de la Frontera. Damals war ich in Bezug auf Spanisch noch völlig grün hinter den Ohren und begab mich voller Respekt vor der Sprache in den Kurs. Mit viel Geduld, Humor und didaktischem Geschick brachte mir damals Foncu die ersten spanischen Schritte bei. Ein fragender verzweifelter Blick und schon wurde einem von den Augen abgelesen, wo man steckengeblieben war. Wie stolz waren wir dann im Kurs, als wir der liebevoll für uns vereinfacht dargestellten Stadtführung durch Conil zumindest dem Sinn nach folgen und in der Bar während der Lernpausen schon flüssig „un cortado, por favor“ schmettern und - etwas zaghafter zwar - einige Tapas bestellen konnten!
Seither sind einige Jahre vergangen und ich darf mich wohl zu den „Wiederholungstätern“ an der Academia Andaluza zählen. Soeben bin ich von meinem fünften Kurs heimgekehrt. Auch wenn oft beruflich bedingt längere Phasen zwischen zwei Kursen lagen, so bin ich doch sprachlich jedes Mal dort abgeholt worden, wo ich für den aktuellen Kurs optimal für mich weiterkam. Liebes Academia-Team, wie macht Ihr das nur?
Der Knaller passierte vor zwei Jahren bei meinem vierten Kurs. Es ergab sich, dass ich die einzige Schülerin in meinem Niveau war und bekam so Carmen „für mich“ als Lehrerin. Am Ende der ersten Woche war ich zwar völlig erledigt, aber der Knoten war geplatzt: ich machte den Mund von alleine auf und wollte geradezu reden und mich austauschen! Carmen hatte mit mir zusammen den Koffer der Möglichkeiten gefüllt. Die Überraschung aber kam am Wochenende. Auf einer einsamen Tour nach Grazalema und zurück ertappte ich mich dabei, dass ich dem spanischen Radioprogramm, welches eine Sendung über Musikliteratur für außergewöhnliche und schon längst vergessene Musikinstrumente brachte, aufmerksam folgte.
Aber auch jenseits des Unterrichts gab es immer eine Menge zu erleben. Wie viele nette Leute habe ich kennengelernt und was haben wir alles erlebt: Touren kreuz und quer durch den Südzipfel Andalusiens mit Blick auf Afrika; abenteuerliche Touren auf den unglaublich engen Gibraltarfelsen mit Einreise nach Großbritannien durch Kreuzen des Flugfeldes; Sevilla, wo im November ein Barkeeper wortlos drei große Brandies auf die Theke stellte, als drei völlig verfrorene Academia-Schülerinnen nach einer Sightseeing-Tour bei eisigem Wind in der Tür erschienen. Nur eines ist mir trotz mehrfacher Anläufe noch nicht geglückt: den Walen und Delfinen in der Straße von Gibraltar guten Tag zu sagen. Aber man muss ja auch noch was vor sich haben, oder?
Ich freue mich schon auf das nächste Mal in Conil, wenn Isabel und ihr Team einen wieder so herzlich empfangen, als würde man nach Hause kommen, auf das Rauschen des Meeres, das man bis in die Klassenzimmer hört, die Traditionen, die man pflegt, wenn man schon mehrere Male da war. Manolo im El Punto wird wieder schweigend, aber in bester Harmonie mit sich und seinen Gästen das beste Bier von Conil zapfen. Das Cabo de Trafalgar wartet auch schon mit einem erstklassigen Sonnenuntergang.